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Kinderwunschberatung & -behandlung

Die Beratung richtet sich an Frauen und ihre Partner, die sich generell über eine Schwangerschaft informieren möchten, insbesondere aber an Frauen und Paare, die schon eine längere Zeit kinderlos geblieben sind.

das Thema "ungewollte Schwangerschaft" ist leider in unseren heutigen Gesellschaft ein Tabuthema und kann Paare, aber insbesondere Frauen, bedingt durch ein Gefühl des Versagens, in die Isolation führen.

Damit Sie sehen, das Sie mit Ihren Fragen, Ängsten und Problemen nicht alleine sind, haben wir diese Seite für Sie zusammengestellt, und hoffen, Ihnen die wichtigsten Fragen beantworten zu können.

Ab wann spricht man von ungewollter Kinderlosigkeit?

Von unerfüllten Kinderwunsch sprechen wir, wenn nach zwei Jahren ungeschütztem Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist.

Was können Gründe für eine Kinderlosigkeit sein?

Die Gründe,  warum es mit dem Kinderkriegen nicht klappt, können vielfältig sein.

Ein wichtiger Grund ist sicherlich der gesellschaftliche Wandel der letzten Jahrzehnte.

Da die Familienplanung heutzutage bei vielen Paaren erst nach Abschluss einer Berufsausbildung  einsetzt, häufig noch später, sind die Frauen im Mittel  älter als vor 30 Jahren, wenn sie das erste mal schwanger werden. Mit dem 30. Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit der Frau langsam ab.

Unfruchtbarkeit ist jedoch nicht alleine eine Frauensache. Nach neusten Studien verteilen sich die Ursachen mit jeweils 30-40% gleichermassen auf Mann und Frau. bei 15-30% der betroffenen Paare kann es an beiden Partner liegen. In 5-10% lässt sich keine organisch/funktionell fassbare Ursache finden. Mitverantwortlich für die Kinderlosigkeit sind bei einigen Paaren auch psychische Stressfaktoren.

Was gibt es für Therapien bei Kinderlosigkeit?

Zunächst einmal muss eine ausführliche Diagnostik bei der Frau und bei dem Mann durchgeführt werden; denn je genauer man die Ursachen für die Kinderlosigkeit kennt, desto erfolgreicher kann die anschliessende Therapie sein.

Das Erfragen von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten insbesondere aber auch der Umgang mit Genussmitteln sind wichtige Bestandteile bei der Suche nach möglichen Ursachen.

Eine Hormontestung kann uns z.B. eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder eine Erhöhung der männlichen Hormone (Androgene) anzeigen. Diese Dysbalancen sind mit Hormongaben erfolgreich zu behandeln.

Bei einer Reifungsstörung der Eizelle, wird mit einer relativ einfachen hormonellen Stimulation begonnen. Die Befruchtung kann anschließend auf natürlichem Weg stattfinden.

Bei Störung der Spermienbeweglichkeit und/oder mengenmässig verminderten Spermien kann in einigen Fällen eine Therapie des Mannes vorgenommen werden. Ist dieses nicht möglich wird das Spermienmaterial aufgearbeitet um eine intrauterine Insemination (IUI) durchzuführen. Hierbei werden die Spermien über einen dünnen Katheter zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in den Muttermund  oder in die Gebärmutter eingeleitet.

Sind die Ursache unbewegliche, verschlossene oder sogar fehlende Eileiter, oder ist das Spermienmaterial des Mannes nur unzureichend aufbereitbar, ist eine Befruchtung auf natürlichem Weg nicht mehr möglich. In diesen Fällen ist eine In-vitro-Fertilisation (IVF) erforderlich.

Bei schweren Störungen der männlichen Fruchtbarkeit kann ein einzelnes Spermium mit einer hauchdünnen Nadel direkt in die Eizelle eingebracht werden (intracytoplasmatische Spermieninjektion, ICSI)

Wie hoch sind die Chancen für ein eigenes Kind?

Etwa 60-80% aller Paare, die wegen ungewollter Kinderlosigkeit den Arzt aufsuchen, kann zu einem eigenen Kind verholfen werden, wenn alle therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Entscheidet das Paar sich zu einer Therapie der Kinderlosigkeit, dürfen aber auch keine Wunder erwartet werden.

Selbst bei einem völlig gesunden Paar beträgt die Chance, bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr innerhalb eines Zyklus schwanger zu werden, lediglich 20-30%. Ungefähr in dieser Größenordnung liegen auch die Schwangerschaftsraten pro Behandlungsversuch. Das bedeutet für Sie, das mehrere Behandlungszyklen notwendig werden können.